Über uns

 

Das Bürgerforum-Marktredwitz e.V. ist ein gemeinnütziger, überparteilicher Verein.

 

2009 hatte das Kommunalunternehmen (KUM) neue Abwassergebühren und eine Verdoppelung der Grundgebühr für den Wasserbezug festgesetzt. Das verursachte einen unglaublichen Sturm der Entrüstung in der Bürgerschaft in Form von, laut Frankenpost, 961 Widersprüchen. Aus den längerfristigen Querelen und rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien und dem Bewusstsein, dass in unserem Gemeinwesen noch viele „Baustellen“ zu bearbeiten sind, wurde das Bürgerforum-Marktredwitz begründet.

 

Der Verein kümmert sich seitdem ausdauernd um Belange der Bürgerschaft und hat bereits eine ganze Reihe, für das kommunale Leben in der Stadt wichtige und nachhaltige Innovationen  bewirkt.

 

Die zentralen Anliegen des Vereins liegen im intensiven Bemühen um mehr Demokratie, Transparenz und vielseitiger Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik. Die Erhaltung und die Verbesserung dieser lebenswichtigen Fundamente für ein zufriedenstellendes Gemeinwohl aller Bürger, sind längerfristig nicht ohne die Einbeziehung der gesamten Bürgerschaft gewährleistet.

 

Auch in Marktredwitz besteht noch reichlicher Handlungsbedarf. Das Bürgerforum versucht als Zivilgesellschaft dieser großen Verantwortung gerecht zu werden.

 

Eine wichtige Richtlinie unserer Aktivitäten ist das Netzwerk „Nachhaltige Bürgerkommune Bayern“ (NENA), das im November 2007 auf Initiative des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gegründet wurde. Es bietet aktiven Kommunen eine Plattform für nachhaltige Entwicklung. Seit 2015 wird das Projekt als „Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung, mit Sitz in Nürnberg, weitergeführt.

 

 

  

 

 

Leitbild Nachhaltige Bürgerkommune Bayern

 

Präambel

 

Wie können Kommunen vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und kommunalpolitischer Herausforderungen handlungsfähig bleiben? Eine Antwort auf diese Frage bietet die Idee der nachhaltigen Bürgerkommune. Sie verbindet Leistungsfähigkeit und solidarisches Miteinander.

 

Das verantwortungsbewusste Zusammenwirken der Akteure in Politik, Verwaltung sowie aller Bürgerinnen und Bürger setzt neue Kräfte frei und findet kreative Lösungen für die Bearbeitung aktueller Herausforderungen: Umgang mit dem demografischen Wandel, Sicherung der kommunalen Finanzkraft, Klima- und Ressourcenschutz, Standortwettbewerb, Familienfreundlichkeit, Bildung u.v. m.

 

Wesentlicher Erfolgsfaktor ist die umfassende Beteiligung der Bürgerschaft. Hierzu ist eine beteiligungsfreundliche Politik und eine beteiligungsoffene Verwaltung gefragt, die mit Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen freiwilliges Engagement und Verantwortungsübernahme durch Bürgerinnen und Bürger aktiviert und unterstützt.

 

Jede Kommune wird aufgrund ihrer Lage und Tradition eigene Wege zu einer nachhaltigen Bürgerkommune gehen. Sie wird eigene Lösungsansätze finden für ...

 

> eine kommunale Leitbildentwicklung, die regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt wird,

 

> nachhaltige Strukturen, die eine dauerhafte Mitsprache und Mitverantwortung der Bürgerinnen      

   und Bürger an den kommunalen Weichenstellungen gewährleisten,

 

> einen möglichst großen kommunalen Gestaltungsspielraum, der auch durch den Staat subsidiär gesichert  

   werden muss,

 

> eine leistungsfähige Infrastruktur,

 

> „Haltefaktoren“ wie innovative Bildungsangebote oder Nahversorgung, um den demografischen Wandel

   vor Ort zu gestalten,

 

> die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements durch geeignete Rahmenbedingungen und

   Anlaufstellen,

 

> starke regionale Wirtschaftskreisläufe, ein effizientes und effektives kommunales Energiemanagement,

 

> eine gesicherte, transparente und nachhaltige Haushaltsführung,

 

> vernetzte Lösungen, die auch über den eigenen Tellerrand hinausreichen.

 

 

Das hier gezeichnete Bild einer nachhaltigen Bürgerkommune kann dabei kein abgeschlossenes Modell sein, sondern eine Orientierungshilfe, um die lokale Demokratie weiterzuentwickeln und gemeinsam nach langfristigen Lösungsansätzen für die gesellschaftlichen Herausforderungen zu suchen.

 

 

 

http://www.kommunal-nachhaltig.de/index.php/Grußwort-StMin-Ulrike-Scharf.html

 

http://www.kommunal-nachhaltig.de

 

http://www.stmuv.bayern.de/themen/agenda/kommunen/index.htm